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Beglaubigungen

Beglaubigung von Unterschriften

 

Die Beglaubigung einer Unterschrift besteht in der Bescheinigung der Beglaubigungsperson, dass die unterzeichnende Person die Unterschrift in ihrer Anwesenheit angebracht oder ihr gegenüber als eigene anerkannt hat (Art. 11 Abs. 1 der Verordnung über die öffentliche Beurkundung und die Beglaubigung (UrkVO, sGS 151.51).

 

Diejenige Person, welche ihre Unterschrift beglaubigen lassen will, hat persönlich auf dem Amtsnotariat zu erscheinen und sich mit einem offiziellen Ausweispapier (Pass, Identitätskarte, Ausländerausweis) auszuweisen.

 

Die Amtsnotariate stellen auch generelle Beglaubigungsermächtigungen aus, worin die unterzeichnenden Personen sich verpflichten, alle bei Vorweisung dieser Ermächtigung zur Beglaubigung gelangenden Unterschriften als echt anzuerkennen, wobei sie die Verantwortung für einen allfälligen Missbrauch übernehmen, den Angestellte oder Dritte mit der Beglaubigungsermächtigung treiben könnten (Art. 12 Abs. 1 UrkVO). Gestützt auf diese Beglaubigungsermächtigungen können später im Einzelfall Unterschriften beglaubigt werden, ohne dass die unterzeichnende Person persönlich auf dem Amtsnotariat zu erscheinen hat.

 

Die Beglaubigung einer Unterschrift sagt grundsätzlich nichts über den Inhalt oder die Richtigkeit des unterzeichneten Dokuments aus und auch nicht, ob der Unterzeichnende mit dem Inhalt einverstanden ist oder nicht.

 

Auf allen Amtsnotariaten werden Unterschriftsbeglaubigungen auch in englischer Sprache erstellt.

 

 

Beglaubigungen von Kopien

 

Bei der Beglaubigung einer Kopie bescheinigt die Beglaubigungsperson, dass die Kopie ein ihr vorgelegtes Dokument vollständig und richtig widergibt (Art. 13 UrkVO).

 

Beglaubigt werden können ebenfalls Kopien von beglaubigten oder unbeglaubigten Kopien.

 

 

Beglaubigungen von Abschriften, Auszügen, Übersetzungen sowie zur Sicherung des Datums

 

Abschriften können erforderlich sein, wenn z.B. Originaldokumente in der alten deutschen Schrift geschrieben sind oder wenn der Inhalt eines Tonträgers schriftlich festgehalten werden muss.

 

Die Beglaubigung der Übersetzung einer Urkunde besteht in der Bescheinigung der Beglaubigungsperson, dass die Übersetzung richtig ist. Beherrscht die Beglaubigungsperson die fremde Sprache nicht oder nicht genügend, hat sie eine Übersetzerin bzw. einen Übersetzer beizuziehen.

 

Mit der Beglaubigung des Datums bescheinigt die Beglaubigungsperson, wann und durch wen ihr eine Urkunde vorgelegt worden ist (Art. 17 UrkVO).

 

 

Beglaubigung der Auflage

 

Schweizerische Zeitungen und Zeitschriften können im Inland von Vorzugspreisen der Schweizerischen Post sowie von einem besonderen Leistungsangebot profitieren, sofern sie die entsprechenden pressepolitischen Vorgaben des Gesetzgebers erfüllen (Art. 15 Postgesetz). Damit die Post den Anspruch auf Vorzugspreise regelmässig überprüfen kann, ist unter anderem eine Beglaubigung der abonnierten Auflage nötig.

 

Die Beglaubigung der abonnierten Auflage kann entweder die WEMF AG für Werbemedienforschung oder durch ein Notariat erfolgen.

 

Gegenüber dem Notariat ist der Nachweis über die Abonnentendatei und die Abonnementszahlungen zu erbringen. Bei der Mitgliedschaftspresse stehen die Vereinsstatuten, die Mitgliederliste und die Mitgliederbeiträge im Vordergrund.

 

Die notarielle Beglaubigung zuhanden der Post hat diesbezüglich transparente Informationen zu enthalten und insbesondere die Anzahl Abonnenten bzw. Mitglieder, welche die jeweiligen Beitragszahlungen geleistet haben, klar auszuweisen.

 

Die notarielle Beglaubigung ist jedes Jahr jeweils bis spätestens am 30. September einzureichen.

 

Da die Auflagebeglaubigung mit erheblichem administrativem Aufwand verbunden ist, wird empfohlen, frühzeitig mit dem zuständigen Amtsnotariat Kontakt aufzunehmen.

 

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