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Was tun bei einem Todesfall

Der Tod eines nahen Angehörigen bringt für die Betroffenen regelmässig nicht nur Trauer, sondern auch einen erheblichen administrativen Aufwand mit sich. Das untenstehende Merkblatt soll in dieser schwierigen Situation als eine erste Orientierungshilfe dienen. Weitere Informationen erhalten Sie auch bei der Gemeindeverwaltung am letzten Wohnort des Verstorbenen.

Ein Todesfall in der Familie - Was nun?

Mit dem Tod des Erblassers bilden die Erben von Gesetzes wegen eine Erbengemeinschaft, auf welche alle Nachlassgegenstände (Aktiven) und Schulden (Passiven) des Erblassers von Gesetzes wegen im Zeitpunkt des Todes übergehen. Die Nachlassgegenstände stehen im Gesamteigentum der Erben, so dass diese darüber nur einstimmig verfügen können. Für die Schulden haften die Erben solidarisch, d.h. der Gläubiger kann von jedem einzelnen Erben die volle Schuld fordern.

 

Die Erben verwalten gemeinsam (einstimmig) den Nachlass und bezahlen die Schulden (z.B. Begräbniskosten etc.). Sie können auch einen privaten Erbenvertreter (aus ihrer Mitte oder eine externe Person) bezeichnen, dem sie eine Vollmacht für gewisse Aufträge erteilen. Sind sie sich über die Nachlassverwaltung uneinig, können sie beim Amtsnotariat auch die Einsetzung eines behördlichen Erbenvertreters verlangen (Art. 602 Abs. 3 ZGB).

 

Ebenfalls Aufgabe der Erben ist die Zusammenstellung eines Nachlass-Inventars zuhanden der Kantonalen Steuerverwaltung, Abt. Erbschaftssteuern.

 

Eine Wegleitung hiezu ist gratis zu beziehen bei:

 

Kantonales Steueramt St.Gallen

Davidstrasse 41

Postfach 1245

9001 St. Gallen

dienste@ksta.sg.ch

www.steuern.sg.ch

 

 

 

Sofern vom Erblasser nicht ein Willensvollstrecker eingesetzt wurde, führen die Erben im gegenseitigen Einvernehmen selbst die Erbteilung durch. Können sich die Erben nicht einigen, kann auf Begehren eines Erben eine kostenpflichtige amtliche Teilung durch das Amtsnotariat beantragt werden (Amtliche Teilung nach Art. 88 EG-ZGB).

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