Accesskeys

Ehe- und Erbvertrag / Konkubinatsvertrag / Vermögensvertrag

Durch einen Ehevertrag geben sich die Eheleute z.B. mit der Wahl eines bestimmen Güterstandes bestimmte Regeln für die Ehe, vor allem aber auch in Bezug auf die finanziellen Auswirkungen im Fall einer Scheidung oder beim Tode eines Ehepartners.

 

Der Erbvertrag dient der für beide Ehegatten verbindlichen Regelung des dereinstigen Nachlasses. Während der Ehevertrag nur – aber immerhin - die güterrechtliche Seite regelt, kann mittels Erbvertrag über die dem Erblasser nach der Vornahme der güterrechtlichen Auseinandersetzung verbleibenden Vermögenswerte verfügt werden.

 

Der Konkubinatsvertrag ist ein Rechtsgeschäft zwischen zwei unverheirateten Personen gleichen oder unterschiedlichen Geschlechts, welche im Konkubinat leben, d.h. eine auf Dauer ausgerichtete Lebensgemeinschaft unter demselben Dach pflegen. Die geltende Rechtsordnung sieht keinerlei Regelungen des Konkubinats vor. Sofern ein Paar individuelle, auf den Einzelfall abgestimmte Regelungen – wie z.B. die erbrechtliche Begünstigung des Konkubinatspartners - für die Dauer des Konkubinatsverhältnisses treffen will, empfiehlt sich der Abschluss eines Konkubinatsvertrages.

 

Durch das seit dem 1. Januar 2007 in Kraft getretene Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare (PartG) wird die eingetragene Partnerschaft der Ehe gleichgestellt. Das PartG eröffnet homosexuellen Paaren die Möglichkeit, sich gegenseitig mittels eines so genannten Vermögensvertrages in den verschiedensten Lebensbereichen, z.B. auch in erbrechtlicher Hinsicht, rechtlich verbindlich abzusichern.

Servicespalte